Vinatzer am Dritten Sellaturm: viel los, viel warten

Sehr schöne Route, viel clean abzusichern — und zwei sehr langsame Engländer vor uns, mit denen wir uns nett unterhalten haben.

Zwei Seilschaften vor uns, zwei hinter uns. An den Sellatürmen ist das im August normal, ändert aber den Charakter eines Tages erheblich.

Vor uns waren zwei Engländer unterwegs, sehr langsam. Wir haben entsprechend viel gewartet — und uns dabei nett unterhalten, was die Sache deutlich erträglicher gemacht hat. Man kann sich über langsame Seilschaften ärgern oder sich mit ihnen unterhalten; letzteres ist produktiver.

Die Route selbst ist sehr schön und größtenteils clean abzusichern. Das bedeutet: Man ist langsamer, denkt mehr nach, und bekommt dafür eine Tour, die sich nach etwas anfühlt.

Der Abstieg hat nochmal ewig gedauert — zweieinhalb Stunden, viel abseilen und im Spiralband absteigen. Insgesamt trotzdem eine tolle Tour.