Sonnenzeit: elf Stunden am Sonnenspitz
Lange Tour, arschkalter Einstieg, weite Hakenabstände — und ein Abstieg, der sich zieht.
Elf Stunden insgesamt. Der Zustieg ging erfreulich fix, was bei einer Tour dieser Länge den halben Tag rettet.
Die ersten Seillängen waren arschkalt. Man klettert dann automatisch schlechter — die Finger machen nicht, was sie sollen, und man greift alles fester an, als nötig wäre. Dann kam die Sonne rein und es wurde deutlich angenehmer.
Abgesichert ist mit Bohrhaken, aber mit sehr weiten Abständen. Das ist eine ehrliche Ansage: Die Haken sind da, wo sie gebraucht werden, und dazwischen klettert man eben.
Der Abstieg ist sehr lang und anfangs ausgesetzt. Nach elf Stunden ist das der Teil, an den man sich am nächsten Tag erinnert.